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„HANSE FACTOR® Ihr Spezialist für Factoring.“
Factoring Fibel
Lexikon
Was ist Factoring?
Factoring ist ein alternatives Finanzierungsinstrument (ähnlich,
wie Leasing). Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine Forderungen
aus geleisteten Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein
Factoring-Institut (= Factor = Factoring-Unternehmen). Durch Factoring
erhöht sich die Liquidität des Unternehmens proportional zum
Umsatz. Factoring bietet den hundertprozentigen Schutz vor
Forderungsausfällen. Beim Factoring wird das Mahnwesen
ausgelagert. Durch den Verkauf der Forderungen verkürzt sich Ihre
Bilanzsumme um die Forderungen aus Lieferung und Leistung. Und durch
die Verwendung der erhaltenen liquiden Mittel zur Minderung Ihrer
Verbindlichkeiten verbessert sich Ihre Eigenkapitalquote zu Ihren
Gunsten (ohne, dass Sie eine private Einlage getätigt haben). Der
einzige Nachteil: Es kostet etwas. Aber wirklich nur etwas!
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Warum sollten Sie einen Fachmakler für Factoring einschalten?
Der Factoringmarkt ist relativ jung, aber sehr unübersichtlich.
Für einen Factoring-Neuling ist es sehr zeitaufwendig sich auch
nur einen groben Überblick zu verschaffen. Die Auskünfte der
Vertriebs- oder Marketingmitarbeiter der einzelnen Factoringinstitute
sind subjektiv und zielen selbstverständlich auf einen
Vertragsabschluss ab. Ein Fachmakler kennt den Markt. Er kennt die
Spezialitäten der einzelnen Institute und kann sein Wissen
vollkommen unabhängig für Sie einsetzen. Für einen
Fachmakler stehen die Interessen seiner Mandaten und deren
Zufriedenheit im Vordergrund. Gemeinsam mit einem Fachmakler sparen Sie
nicht nur die kostbare Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter, Sie machen
zielstrebig eine Punktlandung bei der Wahl des passenden Partners und
beim Abschluss eines Vertrags.
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Dürfen / können alle Unternehmen Factoring machen?
Momentan ist Factoring nur gewerblichen Unternehmen mit vorrangig
gewerblichen Kunden vorbehalten. (Aber hier tut sich einiges auf dem
Markt.) Dann muss Ihr Unternehmen grundsätzlich gesund sein, also
rentabel arbeiten. (Lahme können auch mit Factoring nicht gehend
gemacht werden.) Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Waren und
Dienstleistung zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung vollständig
erbracht sein müssen (auch oder insbesondere aus Sicht Ihres
Kunden). Demnach kann so genanntes Projektgeschäft nicht komplett
gefactort werden. Potentielle Branchen für Factoring sind die
Metallerzeugung, die Metallverarbeitung, die Lebensmittelbranche, der
Handel und das verarbeitende und dienstleistende Gewerbe sowie viele
andere.
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Wann ist Factoring sinnvoll?
1. Ihr Unternehmen steht vor oder befindet sich in einer
Wachstumsphase. Sie würden einen ständig steigenden
Kontokorrent benötigen, was permanente Gespräche mit Ihrer
Hausbank bedeutet. So nicht mit Factoring, Factoring bedeutet
umsatzkongruente Liquidität. D.h. Ihre Liquidität wächst
proportional mit Ihren Umsätzen.
2. Sie können Ihren Zahlungsverpflichtungen
gegenüber Ihren Lieferanten aufgrund der permanenten
Überziehung der Zahlungsziele Ihrer Kunden nicht mehr zeit nah
nachkommen. Bestehende Skonti können Sie selten oder gar nicht
nutzen. So nicht mit Factoring, hier können Sie bestehende Skonti
ausnutzen sowie höhere oder neue Skonti aushandeln, da Sie nun zu
den bevorzugten Bar-Zahlern gehören.
3. Sie planen größere Investitionen und
benötigen einen höheren Bankkredit. Mit Factoring verbessern
Sie im Vorfeld Ihre Eigenkapitalquote und damit auch das Ergebnis Ihres
Ratings bei der Bank. Mit einem besseren Rating erhalten Sie nicht nur
eher einen Kredit, sondern dieser wird auch noch kostengünstiger
für Sie.
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Wie reagieren meine Kunden auf Factoring?
Die Reaktionen der Kunden kann man grob in drei Kategorien unterteilen.
Der mit Abstand größte Anteil fällt auf die Kategorie
„Keine Reaktion“, diese Kunden ändern die Daten der
Bankverbindung und sonst sieht und hört man nichts von ihnen. Der
zweitgrößte Part entfällt auf die Kategorie
„Neugierig gemacht“. Diese Kunden melden sich beim Factor
oder bei Ihnen, ihrem Lieferanten und fragen, was das ist, wie das geht
und werden ggf. ebenfalls Factoring-Kunde. Der mit Abstand kleinste
Teil der Kunden kann unter der Rubrik „Nörgler“
eingruppiert werden. Dies sind zumeist die Kunden, die nun ihre
Freiheit - ein Zahlungsziel zu missachten - in Gefahr sehen. Sie
fühlen sich ertappt, meckern, drohen mit dem Einkauf bei einem
anderen Lieferanten usw. Diesen Kunden können Sie bereits im
Vorfeld aktiv entgegen treten, denn Factoring versetzt Sie nicht nur in
die Lage Ihre Lieferanten früher zu bezahlen, Sie können den
permanenten Spätzahlern ein längeres Zahlungsziel anbieten,
damit die langwierigen internen Abläufe nicht durch Mahnungen
behindert werden. (Meistens bleiben diese Kunde auch mit dem alten
Zahlungsziel, denn wie heißt es so schön: „Hunde, die
bellen beißen nicht.“)
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Welches Factoring-Unternehmen passt zu uns?
Das kann man nicht ad hoc sagen. Hier spielen viele unterschiedliche
Parameter eine Rolle. Leider kann man sich auch nicht mit Hilfe des
Internets einen Überblick verschaffen. Aber dafür gibt es die
HANSE FACTOR. Wir helfen Ihnen kostenlos den richtigen Partner für
Ihr Unternehmen zu finden und vertraglich zu fixieren.
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Was beinhaltet Factoring?
Factoring beinhaltet neben der sofortigen Auszahlung eines
Großteils (80% - 90%) der Forderung, den bis zu 100%igen Schutz
vor Forderungsausfällen auch die Übernahme eines erheblichen
Teils der Debitorenbuchhaltung (also wesentlich mehr als eine
Warenkreditversicherung).
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Was kostet Factoring?
Der Preis bzw. die Factoring-Gebühr ist von diversen Parametern
abhängig. Abgesehen vom Jahresbruttoumsatz, der Anzahl der aktiven
Kunden, der Anzahl der Rechnungen und Gutschriften, dem Zahlungsziel
sind auch die eigene Branchen und die Branchen der Kunden, das
Factoringverfahren und der prognostizierte Arbeitsaufwand Parameter,
die bei der Preiskalkulation Niederschlag finden. Die
Factoring-Gebühr kann in einer einzigen Gebühr, aber auch in
mehrere Positionen aufgeteilt angeboten werden. Deshalb ist es schwer
hier eine Aussage zu treffen. In Deutschland liegt die
Factoring-Gebühr bis auf Ausnahmen zwischen 0,5% und 3,5% vom
Forderungsbestand (brutto). Dabei gilt insbesondere zu beachten, dass
ein 100%-iger Ausfallschutz bei Forderungslaufzeiten von bis zu 90
(tlw. bis 150) Tagen bereits enthalten ist.
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Seit wann gibt es Factoring?
Factoring gibt es schon genauso lang, wie Leasing, seit Mitte der
Sechziger Jahre in Deutschland. Sein Bekanntheitsgrad bei den
Unternehmern liegt jedoch nur bei 47%. Seinen Ursprung hat Factoring in
der Textilbranche. Denn hier gab es schon immer lange Zahlungsziele,
die es für den Hersteller zu überbrücken galt.
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Welchen Marktanteil hat Factoring?
Der gesamte Factoringmarkt profitiert momentan vom Verhalten der Banken
bei der Kreditvergabe basierend auf Basel II (Restriktive Vergabe und
Verteuerung der Kredite). Ein weiterer Vorteil ist die wachsende
Akzeptanz der alternativen Finanzierung in Form von Factoring bei den
KMU. Die Akzeptanz von Leasing wuchs zu Beginn recht langsam und nun
ist es eine gängige Finanzierungsalternative. In Groß
Britannien nutzen bereits 25% der KMU Factoring als
Finanzierungsinstrument in Deutschland sind es gerade mal 8,5%. Das
entspricht ca. zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts. Die Tendenz ist
stark steigend: 2004 wurden ca. 45 Mrd. Euro Umsätze über
Factoring-Unternehmen abgewickelt in 2005 waren es bereits ca. 55 Mrd.
Euro. Im Zeitraum von 2000 bis 2005 hat sich der Umsatz verdoppelt!
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Kann ich auch alte Forderungen an einen Factor verkaufen?
In der Regel werden nur aktuelle Forderungen von den Factoren gekauft.
Aber Sie können auch bestehende Forderungen an einen Factor
verkaufen. Dies bedarf meist einer eingehenden Prüfung der
Forderung und des bisherigen Zahlungsverhaltens Ihrer Debitoren.
Bedenken Sie dabei bitte auch, wie die folgenden beiden Aussagen bei
Ihren Kunden ankommen könnten. 1) „Wir arbeiten ab dem
… mit einem Factoring-Unternehmen zusammen. Bitte ändern
Sie unsere Bankverbindung entsprechend ab.“ 2) „Wir
arbeiten ab dem … mit einem Factoring-Unternehmen zusammen.
Bitte ändern Sie unsere Bankverbindung entsprechend ab.
Übrigens möchten wir Sie bitten auch die bestehenden
Forderungen an den Factor zu überweisen.“ (Hier könnte
der Kunde fälschlicherweise denken, dass Sie es nötig haben
mit einem Factor zusammen zu arbeiten.)
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Abnehmer / Debitor
Ein Abnehmer ist der Kunde oder auch Debitor eines Unternehmens.
Nach Lieferung der Ware bzw. Erbringung der Dienstleistung schuldet der Abnehmer dem Unternehmen
den Rechnungsbetrag. Factorabel sind zur Zeit vorrangig gewerbliche Abnehmer.
Akkreditiv / Letter of Credit
Beim Akkreditiv handelt es sich um ein vom eigentlichen Geschäft
losgelöstes, abstraktes Schuldversprechen, welches vorrangig im
Bereich des Im- und Exports zum Einsatz kommt. Es ist die schriftliche
Zusicherung einer Bank im Auftrag des Käufers dem Verkäufer
als Begünstigten einen bestimmten Betrag in der vereinbarten
Währung auszuzahlen. Voraussetzung für die Auszahlung ist die
Vorlage der akkreditivkonformen Dokumente innerhalb der
vorgeschriebenen Zeiten durch den Begünstigten (des
Verkäufers).
Anschlusskunde / Factoring-Kunde
Verkäufer der Forderungen; direkter Kunde des Factoring-Instituts.
Asset Backed Securitization (ABS)
ABS sind Finanzinstrumente zur außerbilanziellen Finanzierung von
Aktiva (Assets). Für die bilanzexterne Finanzierung eignen sich
Forderungen und Darlehen. Diese Aktiva werden regresslos an eine
speziell für diesen Grund gegründete Gesellschaft verkauft
und abgetreten. Die angekauften Forderungen werden von dieser
Gesellschaft mit Wertpapieren am Kapitalmarkt verbrieft und verzinst.
Ausfallschutz / Delkredere
Schutz vor dem Risiko des teilweisen oder vollständigen
Forderungsverlustes wegen der Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers
(Debitors). Der Factor übernimmt den Ausfallschutz bis zu 100% .
(Siehe auch Delkredere)
Ausschnittsfactoring
Beim Ausschnittsfactoring werden die zukünftigen Forderungen von
exakt bestimmten Debitoren an einen Factor verkauft.
Auszahlungen des Factors
Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien meist 80%
(in Einzelfällen bis zu 90%) des Rechnungsbetrags aus; die
Restsumme dient als Sperrguthaben bzw. Sicherheitseinbehalt und wird
unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren nach
Ausgleich oder Delkredere überwiesen.
Auszahlungsquote / Beleihungsquote
Anteil des Geldbetrags an der Höhe der Forderungen, den der
Anschlusskunde (= Factoring-Kunde) ausgezahlt bekommt.
Außenstände / Forderungen
Unbezahlte Rechnungen, die Ihre Liquidität belasten;
betriebswirtschaftlich gesehen totes Kapital, das sich mit Hilfe von
Factoring problemlos aktivieren lässt.
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B2B (Business to Business)
Beschreibt die geschäftliche Verbindung eines Unternehmens zu
einem anderen Unternehmen. Zur Zeit werden vorrangig B2B Verbindungen
von Factoren bedient.
B2C (Business to Consumer)
Dies ist die Verbindung von einem Unternehmen zu einem privaten Haushalt.
Zur Zeit sind diese Verbindungen nicht factorabel.
Barzahlung
Diese Zahlungsform ist im Einzelhandel weitgehend üblich und
werden in B2B Geschäften kaum praktiziert. Diese Umsätze sind
nicht factorabel.
Benannte Versicherung
Zur Erlangung des Versicherungsschutzes müssen vom Unternehmer die
Kunden, deren Außenstände zu einem bestimmten Zeitpunkt
(meist Monatsende) während der Vertragslaufzeit die Höhe der
Anbietungsgrenze übersteigen, namentlich zur
Bonitätsprüfung benannt werden. Kunden deren maximaler
Forderungsbestand immer unterhalb der Anbietungs- oder Antragsgrenze
liegt, sind so genannte Unbenannte. Für diese Kunden kann eine
Pauschaldeckung vereinbart werden. (Siehe Unbenannte Versicherung oder Pauschaldeckung)
Basel II
Nach den so genannten Baseler Empfehlungen (Basel II) sind Banken dazu
angehalten, in Zukunft das Risiko jedes einzelnen Kreditengagements
für die Bestimmung des Eigenkapitals zu Grunde zu legen. Dies wird
dazu führen, dass Kreditvergaben an mittelständische
Unternehmen seltener und teurer werden als bisher.
Beleihungsquote / Auszahlungsquote
Anteil des Geldbetrags an der Höhe der Forderungen, den der
Anschlusskunde (= Factoring- Kunde) ausgezahlt bekommt.
Bonität / Bonitätsprüfung
Die Bonität ist die Kreditwürdigkeit von
Geschäftspartnern, die oft anhand eines Ratings ausgedrückt
wird; die laufende Bonitätsprüfung der Debitoren gehört
zum Service des Factors. Sie ist mitentscheidend für die Höhe
der Factoringgebühr und die Höhe des Limits.
Bulk-Factoring / Inhouse Factoring / Eigenservice-Factoring
Der Factor übernimmt zwar das Delkredererisiko, aber keine
weiteren Dienstleistungsfunktionen. Die Debitorenbuchhaltung verbleibt
beim Kunden. Durch Factoring erlöschen die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in der Bilanz. Der Sperrbetrag wird als
sonstige Forderungen ausgewiesen.
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Debitor / Abnehmer
Ein Debitor ist der Kunde oder auch Abnehmer eines Unternehmens. Nach
Lieferung der Ware bzw. Erbringung der Dienstleistung schuldet der
Debitor dem Unternehmen den Rechnungsbetrag. Factorabel sind zur Zeit
vorrangig gewerbliche Debitoren.
Debitorenbuchhaltung
Die Buchhaltung in bezug auf Ihre Kunden. Die Buchung der
Zahlungseingänge, sowie deren Überwachung und das gesamte
Mahnwesen etc. werden im Rahmen des Factoringvertrages vom Factor
übernommen.
Delkredere / Forderungsausfall
Ein Delkredere ist ein Forderungsausfall durch Zahlungsunfähigkeit
des Debitors. Der Factor übernimmt teilweise oder vollständig
die Haftung für diesen Forderungsverlust. Die
Zahlungsunfähigkeit gilt nach einer festgelegten Frist ohne
besonderen Nachweis als eingetreten, wenn der Abnehmer nicht gezahlt
und keine Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhoben hatte.
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Echtes Factoring
Als 'echtes Factoring' wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem der
Factor das Delkredererisiko übernimmt. Dagegen wird Factoring ohne
Übernahme dieses Risikos als 'unechtes Factoring' bezeichnet. In
Deutschland wird seit Jahren fast ausnahmslos echtes Factoring
praktiziert, während das "unechte Factoring" nach Rechtsprechung
des BGH mit dem Makel der Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB) belastet
ist.
Eigenservice-Factoring / Bulk-Factoring / Inhouse Factoring
Der Factor übernimmt zwar das Delkredererisiko, aber keine
weiteren Dienstleistungsfunktionen. Die Debitorenbuchhaltung verbleibt
beim Kunden. Durch Factoring erlöschen die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in der Bilanz. Der Sperrbetrag wird als
sonstige Forderungen ausgewiesen.
Einkaufsfinanzierung
Hier wird direkt in die Bestellung eingetreten. Also geht der Vorgang
bevor eine Forderung entsteht auf das Finanzinstitut über.
Export- / Importfactoring / Internationales Factoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und
Dienstleistungsgeschäfte, bei denen Unternehmen (Exporteure,
Importeure) die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch
nehmen. Die Factoringanbieter wickeln Factoring entweder direkt oder
unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen
Exportländern ab. (Siehe auch Ottawa-Konvention)
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Factor
Factoringinstitut = Factoring-Unternehmen = Factoringanbieter = Factoring-gesellschaft
Factoring
Factoring ist ein alternatives Finanzierungsinstrument (ähnlich,
wie Leasing). Beim Factoring kauft das Factoring-Institut (= Factor =
Factoring-Unternehmen) die Geldforderungen aus geleisteten
Warenlieferungen und Dienstleistungen eines Unternehmens. Factoring ist
ein Kauf- und kein Kreditgeschäft. Durch Factoring erhöht
sich die Liquidität des Unternehmens proportional zum Umsatz.
Factoring bietet den hundertprozentigen Schutz vor
Forderungsausfällen. Beim Factoring wird das Mahnwesen
ausgelagert. Es gibt das echte und unechte Factoring, Inlands- oder
Importfactoring, Exportfactoring, stilles oder offenes Factoring,
Ausschnittsfactoring und Fälligkeitsfactoring. Factoring kann auch
als Inhouse-Lösung angeboten werden.
Factoringgebühr / Kosten des Factoring
Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des
Forderungsmanagements durch den Factor. Sie richtet sich nach
Factoringverfahren, Umsatzgröße, Risiko und Arbeitsaufwand
und liegt in Deutschland bis auf Ausnahmen zwischen 0,5% und 3,5% vom
Forderungsbestand (brutto). Dabei gilt insbesondere zu beachten, dass
ein 100%-iger Ausfallschutz bei Forderungslaufzeiten von bis zu 90
(tlw. bis 150) Tagen bereits enthalten ist.
Factoringinstitut / Factor
Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring, zu der neben kurzfristiger Umsatzfinanzierung
auch hundertprozentige Absicherung vor Forderungsausfällen und Übernahme
des Forderungsmanagements gehören. Factoren bieten ihren Kunden neben dem Standardfactoring
(auch Full-Service-Factoring genannt) vielfältige Factoringvarianten an, die sich
nach dem Bedarf der Kunden richten.
Factoring-Kunde / Anschlusskunde
Verkäufer der Forderungen; direkter Kunde des Factoring-Instituts.
Fälligkeitsfactoring / Maturity-Factoring
Factoring-Variante, bei der der Factoringkunde die Vorteile der vollständigen Risikoabsicherung
und der Entlastung beim Debitorenmanagement nutzt, aber auf die sofortige Regulierung des Kaufpreises
verzichtet.
Forderungen / Außenstände
Außenstände aus Warenlieferungen und Dienstleistungen; ohne die Nutzung von Factoring
sind sie für den Lieferanten bis zur endgültigen Bezahlung mit einem Ausfallrisiko verbunden.
Durch Verkauf seiner Forderungen an den Factor erhält der Lieferant sofort Liquidität.
Forderungsmanagement
Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso.
Für das Unternehmen ist das Forderungsmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und
Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Forderungsmanagements gehört zum
Serviceangebot des Factors. (Siehe auch Outsourcing)
Forderungsumsatz
Umsatzgröße bei Factoringinstituten.
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Halb-offenes Factoring
Beim halb-offenen Factoring wird der Debitor ebenfalls über die
Forderungsabtretung informiert, kann aber nur an den Klient zahlen.
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Import-/ Exportfactoring / Internationales Factoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und
Dienstleistungsgeschäfte, bei denen Unternehmen (Exporteure,
Importeure) die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch
nehmen. Die Factoringanbieter wickeln Factoring entweder direkt oder
unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen
Exportländern ab. (Siehe auch Ottawa-Konvention)
Inhouse Factoring / Eigenservice-Factoring / Bulk-Factoring
Der Factor übernimmt zwar das Delkredererisiko, aber keine
weiteren Dienstleistungsfunktionen. Die Debitorenbuchhaltung verbleibt
beim Kunden. Durch Factoring erlöschen die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in der Bilanz. Der Sperrbetrag wird als
sonstige Forderungen ausgewiesen.
Internationales Factoring / Import- / Exportfactoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und
Dienstleistungsgeschäfte wird je nach Sitz des Factorkunden als
Export- oder Importfactoring bezeichnet. Das Factoringgeschäft
wird entweder auf direktem Wege oder unter Einschaltung eines
Korrespondenzpartners in den jeweiligen Ländern abgewickelt.
(Siehe auch Ottawa-Konvention)
Inandout Factoring
Factoring zwischen dem Lieferanten im In- oder Ausland, dem in
Deutschland ansässigen Großhändler oder Produzenten und
dessen im In- oder Ausland ansässigen Debitoren. Es ist das
Zukunftsprodukt der nächsten Jahre, weil es Einkaufsfinanzierung,
Absicherung, Absatzfinanzierung, Forderungsversicherung und eine
zeitnahe Debitoren-Kreditoren-Regulierung aus einer Hand bedeutet.
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Kosten des Factoring / Factoringgebühr
Die Kosten des Factoring setzen sich aus den Zinsen für die
Finanzierung der Forderungen und der Factoringgebühr zusammen. Die
Zinsen entsprechen den banküblichen Kontokorrentzinsen. Die
Laufzeit wird anhand des Zahlungseinganges der ausstehenden Forderungen
berechnet. Fallweise kann für die Bonitätsprüfung ein
weiterer Kostenfaktor hinzukommen.
Kreditor / Lieferant
Ein Kreditor ist ein Lieferant. Im weiteren Sinne ist er ein
Gläubiger. Ein Unternehmen hat finanzielle Verpflichtungen
gegenüber seinen Kreditoren.
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Letter of Credit / Akkreditiv
Beim Letter of Credit handelt es sich um ein vom eigentlichen
Geschäft losgelöstes, abstraktes Zahlungsversprechen, welches
vorrangig im Bereich des Im- und Exports zum Einsatz kommt. Es ist die
schriftliche Zusicherung einer Bank im Auftrag des Käufers dem
Verkäufer als Begünstigten einen bestimmten Betrag in der
vereinbarten Währung auszuzahlen. Voraussetzung für die
Auszahlung ist die Vorlage der akkreditivkonformen Dokumente innerhalb
der vorgeschriebenen Zeiten durch den Begünstigten (des
Verkäufers).
Limit / Warenkreditlimit
Ein Limit ist der maximale Kreditrahmen für einen Debitor bzw. die
Obergrenze der angekauften Forderungen in Bezug auf einen Debitor. Die
Höhe des Limits ist abhängig von der Kreditwürdigkeit
des Debitors. Bis zu dieser Höhe kauft ein Factor die Forderungen
des Factoring-Kunden gegenüber einem Debitor an. Diese Forderungen
sind dann zu 100 % gegen Forderungsausfall geschützt.
Liquidität
Wird vom Factor bereitgestellt; betriebswirtschaftliche Grundbedingung
für soliden geschäftlichen Erfolg, häufig durch hohe
Außenstände gefährdet.
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Mahnwesen
Teil des Forderungsmanagements, das bei den meisten Factoringvarianten
auf den Factor übertragen wird.
Maturity-Factoring / Fälligkeitsfactoring
Factoring-Variante, bei der der Factoringkunde die Vorteile der
vollständigen Risikoabsicherung und der Entlastung beim
Debitorenmanagement nutzt, aber auf die sofortige Regulierung des
Kaufpreises verzichtet.
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Neue Insolvenzordnung
Am 1.1.1999 ist die neue Insolvenzordnung in Deutschland in Kraft
getreten. Sie schränkt die Sicherungsrechte von Banken und
Sparkassen für eingeräumte Kredite weiter ein. Wegen der
Besonderheiten des Factoringgeschäftes ist die
Forderungsfinanzierung durch Factoringinstitute von der neuen
Insolvenzordnung nicht betroffen.
Nutzen des Factoring
Verbesserte Liquidität durch Abbau der Außenstände,
Einsparungen beim Einkauf durch Skonti und Rabatte, bis zu
hundertprozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen,
Kostenersparnis für das Forderungsmanagement, laufende
Bonitätskontrolle der Debitoren, Wegfall der Kosten für eine
Warenkreditversicherung, zusätzlich Verbesserung der
Bilanzstruktur, Verbesserung des Ratings, Verbesserung des Standings
bei Banken und Lieferanten.
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Offenes Factoring
Beim offenen Factoring wird der Debitor über die
Forderungsabtretung informiert und aufgefordert, direkt an den Factor
zu zahlen. In Deutschland vorherrschende Form des Factoring.
Ottawa-Konvention
Ende 1998 ist die Ottawa-Konvention über internationales Factoring
in Deutschland in Kraft getreten. Sie geht mit ihrem Regelungsinhalt
weit über das Factoringgeschäft hinaus, da sie die Abtretung
von Forderungen im grenzüberschreitenden Waren- und
Dienstleistungsverkehr generell vereinheitlicht und vereinfacht und
dadurch die Finanzierung des Exports erleichtert.
Outsourcing
Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt,
Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister; Factoring
ermöglicht das Outsourcing des kosten- und personalintensiven
Forderungsmanagements.
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Pauschaldeckung / Unbenannte Versicherung
Liegt der maximale Forderungsbestand eines Debitors zu einem bestimmten
Zeitpunkt während der Vertragslaufzeit unterhalb der Anbietungs-
bzw. Antragsgrenze, kann sich der Unternehmer mit einer Pauschaldeckung
versichern. Diese Kunden muss der Unternehmer selbst einer
regelmäßigen Prüfung unterziehen. Die Selbstbeteiligung
ist aufgrund der weniger intensiven Bonitätsprüfung und des
damit verbundenen höheren Risikos meist höher als bei den so
genannten Benannten (Siehe Benannte Versicherung)
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Rating / Scoring
Beurteilung bzw. Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.
Risikoübernahme
Wichtige Leistung im Rahmen des Factoring. Der Factor übernimmt im
Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu hundert Prozent
regresslos, er trägt also das volle Ausfallrisiko bei Insolvenz
des Abnehmers ohne speziellen Nachweis (angenommener Delkrederefall).
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Scoring / Rating
Im Kreditbereich der Banken und im Forderungsmanagement der Unternehmen
werden zunehmend Scoringsysteme zur Risikobewertung von Kunden eingesetzt.
Sicherheitseinbehalt / Sperrbetrag
Dies ist ein Sperrguthaben, das dem Factor zum Ausgleich von Rabatten,
Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren dient. Es
beträgt zwischen 10% und 20% der gekauften Forderung und wird bei
Zahlung durch den Debitor verrechnet bzw. ausbezahlt. Die Auszahlung
und Verrechnung erfolgt ebenso im Fall eines Delkredere.
Skonto
Prozentual berechneter Preisnachlass bei sofortiger Zahlung des Kunden
oder innerhalb gestaffelt angegebenen Zeiträumen.
Sperrbetrag / Sicherheitseinbehalt
Der Sperrbetrag dient dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti
und/oder eventuellen Mängeleinreden durch den Debitor. Der
Sperrbetrag beträgt zwischen 10% und 20% der angekauften Forderung
und wird nach Ausgleich der Rechnung durch den Debitor oder im Fall
eines Delkredere verrechnet bzw. ausgezahlt.
Stilles Factoring
Beim stillen Factoring wird der Debitor über die
Forderungsabtretung nicht informiert, die Forderungsabtretung bleibt
für ihn unsichtbar.
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Unbenannte Versicherung / Pauschaldeckung
Liegt der maximale Forderungsbestand eines Debitors zu einem bestimmten
Zeitpunkt während der Vertragslaufzeit unterhalb der Anbietungs-
bzw. Antragsgrenze, kann sich der Unternehmer mit einer Pauschaldeckung
versichern. Diese Kunden muss der Unternehmer selbst einer
regelmäßigen Prüfung unterziehen. Die Selbstbeteiligung
ist aufgrund der weniger intensiven Bonitätsprüfung und des
damit verbundenen höheren Risikos meist höher als bei den so
genannten Benannten. (Siehe Benannte Versicherung)
Unechtes Factoring
Factoring ohne Übernahme des Delkredererisikos wird als 'unechtes
Factoring' bezeichnet. In Deutschland wird seit Jahren fast ausnahmslos
echtes Factoring praktiziert, während das "unechte Factoring" nach
Rechtsprechung des BGH mit dem Makel der Sittenwidrigkeit (§ 138
BGB) belastet ist.
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Warenkreditlimit / Limit
Dem jeweiligen Kunden (Abnehmer, Debitor) auf Grund seiner
Kreditwürdigkeit eingeräumter Höchstkredit für die
Gewährung eines Warenkredits. Bis zu dieser Höhe kauft ein
Factor die Forderungen des Factoring-Kunden gegenüber einem
Debitor an. Diese Forderungen sind dann zu 100% gegen Forderungsausfall
geschützt.
Warenkreditversicherung
Dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Im Unterschied
zum Factor übernimmt die Versicherung das Risiko nicht zu 100%,
sondern nur zu 70 bis 80%. Prämien für eine
Warenkreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem
Factor eingespart werden.
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Zahlungen des Factors
Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien meist 80%
(in Einzelfällen bis zu 90%) des Rechnungsbetrags aus; die
Restsumme dient als Sperrguthaben bzw. Sicherheitseinbehalt und wird
unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren nach
Ausgleich oder Delkredere überwiesen.
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